
Gemäss
Swisscom beschäftigt das Unternehmen 60 Personen im Bereich der
Entbündelung. Man darf davon ausgehen, dass dies zu wenige sind, schaufelt sich Swisscom doch damit auch ihr eigenes Grab.
Ein Blick über die Grenzen dürfte zeigen, dass die Konkurrenten durch die Entbündelung mit günstigeren und schnelleren Internetangeboten kommen werden.
Unter Entbündelung versteht man die Installation eigener Infrastruktur bis in die Swisscom-Zentralen. Bis anhin waren die Konkurrenten von Swisscom lediglich Wiederverkäufer von deren ADSL-Angeboten.
Im Juli hat der Provider
VTX als einer der ersten eine entbündelte Zentrale in Sion eingerichtet und kann dort nun das schnellere ADSL2+ anbieten (zB
8 Mbit für CHF 47.- oder
20 Mbit für CHF 87.-). VTX ist zuversichtlich, bis Mitte 2008 eine Abdeckung von 50 Prozent zu erreichen.
Solnet bietet ebenfalls ADSL2+ in einem Pilotversuch in Solothurn an.
Sunrise will 120 Zentralen aufrüsten und bis Ende 2008 35% der Bevölkerung mit dem Angebot erreichen.
Für die Installation von eigener Infrastruktur in den Zentralen müssen die Provider Miete bezahlen. Diese sei zu hoch und so wird auch der Ruf nach einer Regulierung wieder laut. Dem Konsumenten soll's recht sein.