Donnerstag, 13. Dezember 2007
 Nachdem bereits Arcor ein Verfahren gegen die Telekom beantragt hat, will nun auch Telefonica denselben Schritt tun.
"Wir werden am Freitag bei der Bundesnetzagentur einen Antrag auf Eröffnung eines Missbrauchsverfahrens gegen die Deutsche Telekom einreichen", sagte deren Chef, Johannes Pruchnow.
Zankapfel sind die Teilnehmer-Anschlussleitungen, die die Telekom gemäss Telefonica nicht in genügender Anzahl zur Verfügung stelle. Dadurch sieht sich das Unternehmen im Wettbewerb behindert.
In Deutschland werden Telefonica-Produkte durch Freenet, United Internet ( 1&1), Hanse-Net ( Alice) und O2 verkauft.
Mittwoch, 12. Dezember 2007
 Wie heise online gestern berichtete sind in der Schweiz diverse parlamentarische Vorstösse eingegangen, um Kinder vor harter Pornographie (zB. Sex mit Kindern, Sex mit Tieren) und Gewaltdarstellungen zu schützen.
In einer Motion geht es um die "Bekämpfung der Cyberkriminalität zum Schutz der Kinder auf den elektronischen Netzwerken". Sollte kein Referendum ergriffen werden, müsste der Bundesrat eine Reihe von neuen Gesetzen zu diesem Thema erlassen.
Bund und Parlament wollen zudem die Aufbewahrungsfrist für sogenannte "Logbuchdateien" von sechs auf zwölf Monate verlängern (analog deutscher Vorratsdatenspeicherung). Sollten ISPs dieser Aufbewahrungspflicht nicht nachkommen, sollen sie bestraft werden können.
Grundsätzlich scheint einiges an Arbeit auf die Provider zuzukommen. So sollen sie auch eine "präventive Kontrolle ihrer Server durchführen, um die Rechtmäßigkeit der dort gespeicherten Daten zu gewährleisten", zudem sollen die ISPs ihren Kunden kostenlose Filtersoftware gegen harte Pornografie inklusive Installationshilfe zur Verfügung stellen.
Dh. die Provider würden dazu verpflichtet, die Rechtmässigkeit der bei Ihnen gelagerten Daten zu überprüfen und kostenlose Filtersoftware zu installieren. Wie dies geschehen soll und wer die Kosten dafür bezahlen soll, wird offengelassen.
Ein weiterer Vorstoss sieht das Verbot von "Killerspielen (Ego-Shooter), die realistisch gestaltet und zur Gewalt aufreizen" vor. Aus Gründen der Rechtssicherheit wäre allerdings eine Verbotsliste und eine Verbotsinstanz nötig, meint der Initiant. Wie toll das funktioniert zeigt immer wieder die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in Deutschland.
Es scheint klar, dass am Ende immer der Kunde für Filtermassnahmen und neu zu schaffende Behörden bezahlen wird. Wir werden also alle für Filtermassnahmen und Zensur bezahlen, auch wenn wir weder an den erwähnten Inhalten interessiert sind, noch Kinder haben. Ganz abgesehen davon, dass eine mögliche Filterung von Inhalten auf Providerseite heikel ist, wie es der Fall von Arcor in Deutschland bereits gezeigt hat.
Dienstag, 11. Dezember 2007
 Die Deutsche Verbraucherzentrale veröffentlicht den " Leitfaden für eine verbraucherfreundliche Kundenbetreuung". Der Leitfaden ist das Ergebnis einer Arbeitsgruppe aus Vertretern des Bundeswirtschaftsministeriums, des Bundesfamilienministeriums und des Bundesverbraucherschutzministerius sowie von Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), vier Unternehmen der ITK-Branche (Arcor, Telegate, Hansenet, Telekom) und unabhängiger Institutionen und Wissenschaftler. Ob da mal nicht zuviele Köche am Werk waren?
Der Leitfaden setzt etwa Standards zu Erreichbarkeit, Kosten von Kundenhotlines und zum Datenschutz. Arcor-Chef Harald Stöber leitete die Arbeitsgruppe. "Wir haben diesen Leitfaden entwickelt, damit IT- und TK-Produkte noch service- und kundenfreundlicher werden", meint er. "Unsere Arbeitsgruppe ist sich einig, dass wir einheitliche Qualitätsstandards für die Kundenbetreuung durch die Call Center brauchen."
Kernelemente des Leitfadens sind:
-Ausbildung und Beratungskompetenz (zB "Kenntnisse des gesamten aktuellen Produkt- und Dienstleistungsangebots und der Tarife")
-Erreichbarkeit, Wartezeiten und Transparenz
-Kommunikation über Call-Center (zB "Wartezeiten von durchschnittlich nicht mehr als 30 Sekunden" oder "Kostenlose Wartezeiten")
-Kommunikation per E-Mail, Post und Fax und Vorortservice ("Antwort auf 90% der Fälle innerhalb von zwei Werktagen")
-Datenschutz
-Vertriebsgrundsätze
Die Mitarbeiter in den Contact-Centern kennen die Probleme schon lange. Sie könnten auch gelöst werden, wenn die Call-Center von den Konzernen nicht bloss als finanzielle Bürde sondern als Visitenkarte des Unternehmens angesehen würden.
Gute Kundenberatung benötigt motivierte Mitarbeiter und keine Käfighaltung von Aushilfskräften (Vergleich: Fiktion und Realität). Gute Kundenberatung kostet Geld.
Link zum Leitfaden
Sonntag, 2. Dezember 2007
Arcor senkt den Preis für sein schnellstes Angebot, das ' All-Inclusive-Paket', um € 5. Der Preis beträgt neu € 34,95.
Zudem erhalten alle Neukunden einen kostenlosen WLAN-Router. Die Bereitstellungsgebühr für den Anschluss entfällt bei allen Angeboten von Arcor.
Samstag, 1. Dezember 2007
Arcor hat die Bundesnetzagentur eingeschaltet, weil ihrer Meinung nach die Aufschaltung von Teilnehmeranschlüssen durch die Telekom zu schleppend vor sich geht.
Man habe ein Missbrauchsverfahren gegen den Marktführer beantragt, sagte am Donnerstag ein Sprecher des zum Vodafone-Konzern gehörenden Unternehmens aus Eschborn bei Frankfurt.
Anstelle der vereinbarten 5 Tage dauerte die Aufschaltung jedes 4. Anschlusses seit Jahresbeginn länger als 18 Tage.
Diese Aufschaltungen sind nötig, wenn DSL-Anbieter die Leitungen der Telekom mieten, um Kunden an die eigene Infrastruktur anzuschliessen. Von anderen Internetanbietern waren bereits ähnliche Vorwürfe gegen die Telekom erhoben worden.
Montag, 26. November 2007
Vodafone Deutschland hat die Preise seiner All-Inclusive-Pakete um jeweils 5 Euro gesenkt. Das günstigste Komplettpaket mit Daten- und Telefon-Flatrate kostet neu € 29,95
Mit den All-Inclusive-Paketen erhält der Kunde die ersten 3 Monate geschenkt. Zudem wurden wie bei Arcor (gehört ebenfalls zu Vodafone) die Telefon Flatrates International I & II für € 3,95 resp. € 14,95 eingeführt.
Samstag, 24. November 2007
 Wie heise.de berichtet, hat Arcor Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung eingelegt, die das Unternehmen zur Sperrung von Angeboten wie youporn.com und sex.com zwang.
Neben Arcor erhielten auch Tele2 und Kielnet die einstweilige Verfügung. Verschiedene Gerichte bearbeiten nun die Fälle, einige Richter haben bereits Skepsis darüber geäussert, ob Zugangsanbieter eine solche Sperrung überhaupt durchführen sollten oder können. Sollte dieses Vorgehen Schule machen, könnten die Provider zur Sperrung tausender von Webseiten gezwungen werden.
Kläger war die Firma Kirchberg Logistik, die eigene Erotikangebote im Internet betreibt und durch die Klage wohl hoffte, sich unliebsame Konkurrenten aus dem In- und Ausland vom Leibe zu halten, welche keine mit dem deutschen Jugendschutz vereinbare Alterskontrolle für den Zugang zu ihren Angeboten installiert haben.
Arcor hatte anfänglich eine technische Sperrung eingeführt, wodurch jedoch auch 3,5 Millionen anderer Webseiten gesperrt wurden. Darauf hatte die Deutsche Piratenpartei einen Proxyserver zur Umgehung dieser Massnahme aufgeschaltet. Eine später eingeführte Sperrung auf Basis des DNS-Systems konnte einfach durch die Verwendung alternativer DNS-Server umgangen werden.
 Nach Alice, Arcor und einigen kleineren lokalen Anbietern gab auch Versatel Pläne bekannt, wonach der Anbieter mit dem Bau eines eigenen VDSL-Netzes in umsatzstarken Regionen beginnen möchte. In den übrigen Gebieten wolle die Telefongesellschaft das Netz der Telekom nutzen, sofern es zu einer Einigung komme, sagte Vorstandschef Peer Knauer der Nachrichtenagentur „dpa-AFX“.
Das schneller Netz soll für die Übertragung datenintensiver Inhalte wie beispielsweise HDTV genutzt werden.
Gemäss Knauer werden die Ausgaben die Konsolidierung der Telekomindustrie beschleunigen. „Am Ende sehe ich neben der Telekom zwei bis drei weitere Spieler.“
Der Telekomkonzern Telefónica ( O2) möchte gemäss Gerüchten ebenfalls ein eigenes VDSL-Netz aufbauen, Details wurden noch keine bekannt.
Mittwoch, 21. November 2007
 In Zusammenarbeit mit Napster bietet Arcor für Neukunden, welche sich bis zum 30.11.2007 für ein All-Inclusive-Paket entscheiden, eine Musik-Flatrate an. Diese ist während der ersten 6 Monate kostenlos (danach € 9,95/Monat) und kann auch während dieser Zeit gekündigt werden.
Die Napster Music-Flatrate bietet Songs aus über 430.000 Alben von mehr als 370.000 Künstlern. Es können beliebig viele Songs heruntergeladen werden. Die heruntergeladenen Songs können nicht mehr angehört werden, wenn die Napster Flatrate gekündigt wird.
Diese Aktion wird auf der Arcor-Homepage (noch) nicht aktiv beworben.
Link zur Aktion
Freitag, 16. November 2007
 Der deutsche Telekom-Konzern Arcor will beim Aufbau eines VDSL-Netzes mit der deutschen Telekom zusammenarbeiten.
"Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung zu fairen Preisen finden können", sagte Arcor-Chef Harald Stöber gegenüber der Financial Times Deutschland. Als möglichen Termin für eine konkrete Vereinbarung nannte Stöber die Branchenmesse Cebit. Diese wird im März 2008 stattfinden. Aus dem Telekom-Umfeld hieß es hingegen, dieser Zeitplan sei "ambitioniert".
"Es wird eine parallele Infrastruktur von drei bis vier Anbietern pro Stadt" entstehen, sagte Arcor-Chef Stöber voraus.
Die Telekom investiert in den Ausbau des VDSL-Netzes mindestens 3 Mrd. Euro - und schirmt seine Infrastruktur gegen den Zugang von Konkurrenten ab. Durch einen Entscheid der Bundesnetzagentur muss der Ex-Monopolist aber seine Rohre und Kabelkanäle auch den anderen Anbietern zur Verfügung stellen.
Arcor konnte die Zahl seiner DSL-Kunden im ersten Halbjahr 2007/2008 um 40 Prozent auf 2,34 Millionen steigern. Der Umsatz verzeichnete gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum einen Anstieg von 10 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro.
Sonntag, 4. November 2007
 Im Fernseher laufen immer nur die selben ollen Kamellen, weil Sie mit der alten Zimmerantenne nur 3 Sender richtig Empfangen können? Oder Ihr neuer italienischer Freund versteht kein Wort vom Programm? Dann sollten Sie sich die digitalen TV-Angebote einmal genauer ansehen. Unter hunderten Sendern ist für fast jeden etwas dabei.
Grundvoraussetzung ist nicht unbedingt eine Satellitenschüssel oder ein Anschluss fürs Kabelfernsehen. Neue Angebote von Alice, Arcor und der Telekom ermöglichen auch die Übertragung der Fernsehbilder über den Telefonanschluss.
Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass je nach geographischer Lage nicht alle Angebote in Frage kommen. Die höchste Abdeckung hat Premiere. Deren Sender werden über Kabelnetze und per Satellit übertragen, allerdings darf nicht überall eine Satellitenschüssel installiert werden (fragen Sie Ihren Vermieter). Alle anderen Angebote gibt es nur im Verbreitungsgebiet des jeweiligen Anbieters. Eine Ausnahme bildet maxdome, deren Angebot mit einem beliebigen Breitbandanschluss empfangen werden kann (empfohlen wird mind. DSL 2000).
Pakete
Meist sind im Grundangebot 50-60 Sender enthalten. Zusätzliche Sender werden als Zusatzpakete verkauft, wodurch zusätzliche Kosten von einigen Euro pro Paket entstehen (welche durchaus je nach Anbieter variieren können).
Kino zuhause
Kinofilme auf Abruf, sog. ' Video on Demand od. VOD', können bei einigen Anbietern bezogen werden. Zu Preisen ab 49 Cent stehen die Filme dann meist während 24h zur Verfügung. Bei Alice sind die ersten 50 Filme kostenlos, bei maxdome gibt's 125 Filme beim Kauf einer Set-Top-Box dazu.
Geräte und einmalige Kosten
Die Einrichtungskosten fallen zT. recht hoch aus (zwischen 0 und 160 Euro). Es wird ein Receiver (' Set-Top-Box') benötigt, der das digitale Fernsehen entschlüsselt und an den Fernseher angeschlossen wird. Das Gerät wird von einigen Anbietern auch zur Miete angeboten (Premiere, Kabel BW) oder ist im Preis enthalten (Alice, Kabel Deutschland). Zu beachten ist, dass bei einem allfälligen Anbieterwechsel das Gerät meist nicht weiterverwendet werden kann.
Vertragsbindung
Die Mindestvertragslaufzeit beträgt bei T-Home satte 2 Jahre.
Das Digitalangebot von maxdome, Kabel BW und Kabel Deutschland muss für mindestens 12 Monate gebucht werden, wobei die Zusatzpakete zT eine 24 monatige Laufzeit haben.
Bei Premiere steigen die Kosten, wenn man sich lediglich für 12 Monate Vertragslaufzeit entscheidet, dafür wird mit Premiere flex das einzige Angebot ohne Vertragsbindung angeboten (per Vorauszahlung).
Arcor Digital-TV kann zwar innert eines Monats gekündigt werden, aber man benötigt dafür einen Arcor DSL Anschluss mit 24 monatiger Laufzeit.
Spitzenreiter ist Alice homeTV, da sowohl das TV-Angebot als auch der DSL-Anschluss jederzeit 4 Wochen vor Monatsende gekündigt werden können.
Vergleichstabelle
| Produktname |
Besonderheiten |
VOD |
Einmalige Kosten |
Preis/Monat |
Voraussetzung |
| Alice homeTV |
6 Monate keine Grundgebühr |
Ja |
€49,90 |
ab €9,90 |
Alice Light ab €14,90 |
| Arcor Digital-TV |
EPG |
Ja |
€49,95 + Set-Top-Box €49,95 |
ab €9,95 |
Arcor All-Inclusive ab €34,95 |
| Kabel Digital Home (Kabel BW) |
|
Nein |
€14,90 + Digital Receiver ab €99,90 |
ab €10,90 |
Kabel-TV-Anschluss ab €14,90 |
| Kabel Digital Home (Kabel Deutschland) |
Receiver inklusive (geliehen) + Kabel Digital Home 3 Monate gratis, digitaler Videorecorder Kabel Digital+ €9,90 zusätzlich |
Nein |
€0,00 |
ab €10,90 |
Kabel-TV-Anschluss ab €16,90 |
| maxdome |
Movie Flat kostenlos beim Kauf einer Set-Top-Box oder 1und1 Surf & Phone 16000 Komplett |
Ja |
€99,99 (Set-Top-Box) |
ab €0,00 |
DSL ab €14,90 |
| Premiere |
|
Nein |
€99,00 (Digital Receiver) |
ab €9,99 |
Satellitenempfang oder Kabelanschluss |
| T-Home |
Inklusive Telefonanschluss, Telefon-Flatrate (Telekom-Netz) und DSL-16000 mit Flatrate |
Ja |
€59,95 (Telefonanschluss) + €99,95 (DSL-Anschluss) |
ab €49,95 |
Telekom-Anschluss (inbegriffen) |
Mittwoch, 31. Oktober 2007
 Der Breitband- und Telefonie-Anbieter Arcor lanciert Arcor Digital-TV.
Das IPTV-Angebot ist in Verbindung mit den Arcor All-Inclusive Angeboten mit 6000 resp. 16000 Kbit/s Downstream in 51 Deutschen Städten erhältlich. Die All-Inclusive-Anschlüsse kosten € 34.95 resp. € 39.95 und beinhalten den Telefonanschluss, eine Telefonflat und eine DSL-Flat.
Digital-TV schlägt mit zusätzlich € 9.95 pro Monat und einem Einrichtungspreis von € 49.95 zu buche. Darin sind 50 free-TV-Sender enthalten.
Zusätzlich können gegen Aufpreis zusätzliche Senderpakete gebucht werden. So stehen Paktete für Sportbegeisterte ebenso auf der Karte wie Sprachpakete mit russischen, polnischen und nicht weniger als 10 türkischen Sendern.
Zu den normalen Sendern können aus einer Online-Videothek über 500 Filme abgerufen werden. Diese kosten ab € 1,49 und können während 24h beliebig oft angesehen werden.
Zusammen mit der Zeitschrit TV-Movie wurde zudem ein elektronischer Programmführer entwickelt, der bei der Navigation durch den Senderdschungel helfen soll.
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