Dienstag, 15. Dezember 2009
Tele2, der schwedische Netzbetreiber, gab gestern den Abschluss des Verkaufs seines Mobilfunkgeschäfts in Frankreich bekannt. Tele2 France wird von Virgin Mobile (ebenfalls ein virtueller Netzbetreiber) übernommen.
Die Festnetz- und ADSL-Sparte wird neu von SFR betrieben ( Vivendi / Vodafone).
Durch die Trennung von Tele2 France will sich das schwedische Unternehmen in Zukunft wieder verstärkt auf Kernmärkte und Wachstumsregionen wie Osteuropa fokussieren. Tele2 gab in diesem Zusammenhang auch die Übernahme des Mobilfunknetzbetreibers Neo aus Kasachstan bekannt.
In Westeuropa hat Tele2 bereits seine Ableger in Italien (an Vodafone) und der Schweiz (an Sunrise) verkauft. In Westeuropa ist Tele2 damit nur noch in Deutschland, den Niederlanden und Österreich aktiv. Aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks in diesen Märkten dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich Tele2 von diesen Filialen ebenfalls trennen wird.
In Kasachstan raten wir Tele2 davon ab, diesen Herrn als Werbeträger zu verwenden:
Dienstag, 22. Juli 2008
Vodafone Deutschland konnte im Frühjahr zusammen mit seiner Tochter Arcor sowohl im Festnetz wie im Mobilfunk den Kundenzuwachs fortsetzen. Im letzten Quartal wurden 883.000 neue Mobilfunkkunden sowie 128.000 neue DSL-Kunden gewonnen. Somit nutzen 35,295 Millionen Kunden Mobilfunk und 2,774 Millionen Kunden DSL von Vodafone und Arcor. Der Festnetzumsatz bei Arcor stieg um 3,0 Prozent auf 571 Millionen Euro. Die Service-Umsätze bei Vodafone gingen im Wesentlichen regulierungsbedingt noch um 1,9 Prozent auf 1,790 Milliarden Euro zurück. Der Rückgang hat sich wie erwartet in den letzten Quartalen weiter deutlich abgeschwächt.
"Noch ist der Umsatz regulierungsbedingt leicht rückläufig, aber die Trendwende ist da. Dabei helfen insbesondere die guten Zahlen im Geschäft mit UMTS-Datendiensten und Festnetzprodukten. Auf dem Weg zum besten Komplettanbieter in Deutschland kommen wir sehr gut voran. Die einheitliche Führung für den integrierten Kommunikationskonzern startet am ersten August. Gemeinsam mit Arcor wollen wir unsere Kunden zu Fans machen", kommentiert Friedrich Joussen, Deutschlandchef von Vodafone.
Freitag, 27. Juni 2008
Vodafone Deutschland und die Arcor AG & Co. KG werden ab dem 1. August 2008 eine einheitliche Führungsstruktur auf der Ebene des Top-Managements haben. Der CEO von Vodafone Deutschland, Friedrich Joussen, übernimmt dann zusätzlich den Vorstandsvorsitz bei Arcor. Der bisherige Arcor-Vorstandsvorsitzende Harald Stöber wird zu diesem Zeitpunkt von Joussen den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen. Gleichzeitig wird die Aufgabenverteilung im Executive Committee, dem obersten Management-Gremium, zu diesem Zeitpunkt bei Vodafone und Arcor zusammengeführt, so dass für beide Unternehmen eine identische Führungsstruktur gegeben ist.
Vodafone und Arcor möchten der beste Komplettanbieter in Deutschland werden und den Kunden integrierte Produkte aus Mobilfunk, Festnetz, Datendiensten und Breitband-Internet sowie besten Service bieten. Ziel sei es, unnötige Komplexität zu vermeiden und so die Produktwelten zusammenzuführen, damit Produkte und Services für die Kunden aus einer Hand erlebbar werden.
Um den integrierten Kommunikationskonzern richtig für die Zukunft aufzustellen, sei eine strategische Führung aus einer Hand erforderlich. Angestrebt werde gemeinsames Wachstum und sichere Arbeitsplätze. Das Ziel sei es, der beste Komplettanbieter in Deutschland zu werden. Die Vodafone-Gruppe beschäftigt rund 15 000 Mitarbeiter in Deutschland und erwirtschaftet einen Gesamtumsatz von rund zehn Milliarden Euro.
Montag, 19. Mai 2008
Vodafone hat den Telekommunikationskonzern Arcor AG & Co. KG mit Sitz in Eschborn bei Frankfurt vollständig übernommen. Für die bisher von der Deutschen Bahn und der Deutschen Bank gehaltenen Anteile in Höhe von 26,4 Prozent zahlt Vodafone 474 Millionen Euro aus Barmitteln.
Friedrich Joussen, CEO von Vodafone Deutschland und Vorsitzender des Arcor-Aufsichtsrates: "Es entsteht ein neuer wirtschaftlich starker Kommunikationskonzern mit Mobilfunk, Festnetz, Datendiensten und Breitband-Internet. Vodafone und Arcor werden ihre Stärken bündeln und damit die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in Deutschland schaffen. Das ist gut für den Wettbewerb, gut für den Standort Deutschland und ein Ergebnis der erfolgreichen Deregulierung im deutschen Telekommunikationsmarkt. Denn die Verbraucher werden von diesem Schritt ebenso profitieren wie die Mitarbeiter. Als Komplettanbieter sind wir für die fortschreitende Konsolidierung des Marktes bestens aufgestellt." Die Vodafone-Gruppe beschäftigt rund 15 000 Mitarbeiter in Deutschland. Der Gesamtumsatz beträgt rund zehn Milliarden Euro.
Donnerstag, 28. Februar 2008
In Deutschland kann bei vielen DSL-Paketen eine internationale Telefon-Flatrate dazugebucht werden. Damit kann man gegen eine feste monatliche Gebühr kostenlos oder verbilligt ins Ausland telefonieren.
Wer Familie oder Bekannte im Ausland hat, kann damit eine Menge Geld sparen.
Alle angebotenen Flatrates gelten aber nur für Anrufe auf ausländische Festnetze, darum unbedingt vor dem Anruf prüfen, ob man auf ein Mobiltelefon anruft. Sonst zahlt man das Lehrgeld bei Erhalt der Rechnung.
Wir haben die internationalen Phone-Flats der bekanntesten Anbieter für Sie zusammengestellt:
| Anbieter |
Paketname |
Länder |
Konditionen |
Preis pro Monat |
| 1 & 1 |
Auslandsoption |
Ab 1 Cent/Min. in ausländische Festnetze (Liste) |
Verbilligte Tarife |
€ 4,99 |
| Arcor & Vodafone |
International I |
Ins Festnetz von Polen, Griechenland, Italien, USA, Tschechische Republik, Großbritannien, Frankreich, Schweiz, Österreich, Portugal, Spanien, Niederlande, Belgien, Dänemark, Kanada, Norwegen, Schweden, Irland, Luxemburg, Australien, Andorra, Lichtenstein, Monaco, San Marino, Vatikanstadt. |
Telefon-Flatrate (kostenlose Anrufe) |
€ 3,95 |
| Arcor & Vodafone |
International II |
Ins Festnetz von Türkei, Russland, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bulgarien, Slowakei, Japan, China, Brasilien, Argentinien, Chile, Estland, Georgien, Hongkong, Island, Israel, Malaysia, Neuseeland, Rumänien, Singapur, Südafrika, Taiwan, Venezuela, Zypern. |
Telefon-Flatrate (kostenlose Anrufe) |
€ 14,95 |
| Alice Internetanschluss |
Talk4Free Europa & More |
Ins Festnetz von Europa, USA, Kanada, Australien, Japan und China |
Telefon-Flatrate (kostenlose Anrufe) |
€ 14,90 |
| Kabel Deutschland |
Flat International |
Ins Festnetz von Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland, Italien, Vatikanstadt, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei, Tschechien, Großbritannien, USA inkl. Alaska, Kanada, Polen und Russland |
Telefon-Flatrate (kostenlose Anrufe) |
€ 14,90 |
| Kabel Deutschland |
Best Country |
Nicht für alle Länder erhältlich (nur Länder in Zone International Top, 1, 2, 3 gemäss Liste) |
Halber Preis für Telefonate ins Festnetz des gewählten Landes |
€ 2,99 |
| Tele2 |
Auslands-Option |
Ins Festnetz von Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kanada, Liechtenstein, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, San Marino, Schweden, Schweiz, Spanien, USA, Vatikanstadt |
Telefon-Flatrate (kostenlose Anrufe) |
€ 4,95 |
| Unitymedia |
International Flat |
Ins Festnetz von Türkei, Polen, Russland, USA, Australien und vielen weiteren Ländern Europas, Nordamerikas und Asiens |
Telefon-Flatrate (kostenlose Anrufe) |
€ 15,00 |
| Unitymedia |
SPAR International |
Alle Länder. |
Bei allen Auslandsgesprächen bis zu 85% gegenüber den Standardtarifen |
€ 1,00 |
| Versatel |
BestCountry Plus |
Ins Festnetz von Türkei, Russland, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Singapur, Taiwan, Hongkong, Brasilien, Israel |
Ganztags für nur 4,5 Ct./Minute |
€ 3,99 |
Dienstag, 19. Februar 2008
Sunrise startet heute sein freeinternet-Angebot, welches im Rahmen einer Werbekampagne im Internet bereits beworben wurde und anfangs für einige Verwirrung sorgte.
Das Angebot sieht so aus:
Für CHF 30.- bekommt man einen Festnetzanschluss inklusive ADSL 3500/300, aber nur, wenn man mit seinem Mobile-Abonnement ebenfalls zu sunrise umzieht.
Das Mobile-Abo muss vom Typ Sunrise zero plus oder Sunrise max sein mit CHF 50.00 resp. CHF 75.00 Mindestumsatz.
Man bezahlt also im günstigsten Fall CHF 80.- für Festnetz, Internet und Handy. Zur Zeit ein absolutes Spitzenangebot.
Offensichtlich möchte man bei Sunrise bereits eine Kundenbasis schaffen für zukünftige entbündelte Angebote, denn es steht zu lesen:
"Sunrise kann dem Kunden für ADSL- und Festnetzdienstleistungen jederzeit ein mindestens gleichwertiges Abo anbieten, das auf einer entbündelten Anschlussleitung basiert. Eine Ablehnung des Angebots hat den Verlust des Free Internet-Rabatts zur Folge."
Warum auch nicht. Dieses Vorgehen scheint mir jedenfalls strategisch sehr günstig. Anhand der Anzahl Kunden, welche das neue Angebot nutzen, kann man dann die Prioritäten für die Entbündelung der Telefonzentralen setzen...
Montag, 17. Dezember 2007
 Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) senkt die Interkonnektionspreise von Swisscom nachträglich für die Jahre 2004 bis 2006 um durchschnittlich 15 bis 20%. Es handelt sich dabei ausschliesslich um Dienstleistungen im Bereich des Festnetzes, die vorab der Sprachübertragung dienen. Die Firmen COLT Telecom AG und Verizon Switzerland AG hatten im Jahr 2004 die ComCom mit separaten Eingaben um die Festlegung von Interkonnektionsbedingungen ersucht. Andere Anbieter können ebenfalls vom Entscheid profitieren, falls sie in ihrem Vertrag mit Swisscom eine entsprechende Drittwirkungsklausel vereinbart haben.
Swisscom hat in weiser Voraussicht gemäss eigenen Angaben (Juristen würden vielleicht von einem Schuldeingeständnis sprechen) Rückstellungen für diesen Fall angelegt, die 'voraussichtlich über den zu tätigenden Rückzahlungen liegen werden'. Mit den neuen Interkonnektionspreisen gehöre Swisscom in Europa zu den günstigsten Anbietern. Ende September 2007 betrugen die gesamten Rückstellungen für die Jahre 2000 bis 2007 CHF 449 Mio.
Die ComCom begründet die reduzierten Interkonnektionspreise u.a. mit längeren Abschreibungsdauern und tieferen Kapitalkosten. Swisscom analysiert derzeit den Entscheid und die finanziellen Auswirkungen im Detail und wird dann über das weitere Vorgehen befinden. Gegen die Verfügungen der ComCom kann von den beteiligten Parteien innert 30 Tagen beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde eingereicht werden.
Es würde mich als Konsumenten freuen, wenn auch im Mobilnetzbereich einmal etwas in dieser Richtung passieren würde. Die sehr hohen Interkonnektionsgebühren bei Handygesprächen führen dazu, dass die grossen Anbieter jeweils eine gute Ausrede parat haben auf die Frage, wieso Handygespräche in der Schweiz dermassen teuer sind.
|