Mittwoch, 10. September 2008
Google, Liberty Global und HSBC haben eine erste Finanzspritze von 60 Millionen Dollar in ein Joint-Venture namens O3b gesteckt. O3b ("Other 3 Billion") will gemäss eigener Website das Internet für alle Menschen auf dem Planeten erschliessen.
Der Gründer von O3b Networks, Greg Wyler, soll die Idee zu seiner Firma gemäss einem Bericht der Financial Times gehabt haben, als er in Ruanda Schulen mit dem Internet verbinden wollte. Damals merkte er, dass es in ländlichen Gebieten von Entwicklungsländern an grundlegender Netzinfrastruktur fehlt (siehe auch diesen älteren Artikel auf Spiegel Online).
Dem soll abgeholfen werden, indem zuerst 7, später 16 nicht-geostationäre Satelliten in eine Umlaufbahn nahe der Erde geschossen werden. Dies soll ca. $650 Millionen kosten. Der Vorteil gegenüber bisherigen Lösungen ist, dass die Satelliten näher zur Erde kreisen und dadurch die Latenzzeiten von bisher ca. 500 auf 100 Millisekunden verkürzt werden. Dadurch wäre dieses neue Netz auch ideal dafür geeignet, Mobilfunkanbietern Kapazität anzubieten.
Ab 2010 will O3b Bandbreiten von bis zu 10 Gbit an Wholesale-Partner in der ganzen Welt verkaufen. Wir sind gespannt.
Dienstag, 2. September 2008
 Und ich weiss nicht, ob mir Bill nicht doch lieber war. Google Chrome scheint eine unbändige Lust zu haben, nach Hause zu telefonieren.
"In die Adressleiste eingegebene URLs oder Suchanfragen werden an Google gesendet, damit von der Vorschlagsfunktion automatisch gesuchte Begriffe oder URLs empfohlen werden können. Falls Sie Nutzerstatistiken an Google senden möchten und Sie eine vorgeschlagene Suchanfrage oder URL akzeptieren, sendet Google Chrome diese Information ebenfalls an Google. Sie können diese Funktion wie hier erläutert deaktivieren."
Wer diesen Browser mit den Standardeinstellungen verwendet, verbirgt wirklich keine einzige angesurfte Website vor Google.
Sollte dieser Browser nicht in Kürze Marktanteile von über 30% erreichen, hat Google sicher noch einiges in peto:
-Werbung auf der Google-Startseite
-AdWords Werbung in den Google Suchergebnissen (wurde bereits geschaltet)
-AdSense Werbung für Chrome auf Millionen von Webseiten
-Inkompatibiliäten (wie bekannt von Microsoft, aber neu wird es heissen 'This site is optimized for Google Chrome')
Viel Spass mit diesem Browser der neuesten Generation.
Freitag, 1. Februar 2008
Microsoft will Yahoo kaufen. Microsoft versucht anscheinend eine feindliche Übernahme von Yahoo und bietet 31 US-Dollar pro Aktie (insgesamt rund 44,6 Milliarden US-Dollar) für das Internet-Unternehmen.
Der Preis liege rund 62 Prozent über dem aktuellen Börsenwert von Yahoo, wie Golem.de berichtet.
Neben dem Suchmaschinengeschäft hat sich Yahoo auch vielen weiteren Bereichen z.T. durch Zukäufe zugewandt. Von Erfolg waren die wenigsten dieser Unternehmungen gekrönt.
Gestern liess Yahoo verlauten, dass der ehemalige Yahoo-CEO Terry Semel das Board of Directors verlassen habe.
Microsoft betreibt mit MSN Live Search eine eigene Suchmaschine. Sollte die Übernahme gelingen, würde sich Microsoft im Suchmaschinengeschäft auf Platz zwei direkt hinter Google positionieren.
Donnerstag, 6. Dezember 2007
 Wer hätte das gedacht, das iPhone ist der Begriff, der dieses Jahr, den grössten Zuwachs bei der Google Suche hatte.
Gut im Jahr 2006 hat es das iPhone auch noch nicht wirklich gegeben, also ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass die Suche nache dem iPhone so krass gewachsen ist.
Naja Toplist hin oder her – in der Schweiz wird’s immer noch nicht verkauft, wirklich schade...
Sonntag, 2. Dezember 2007
Google hat bekanntgegeben, dass die Firma an der Versteigerung des 700Mhz-C-Frequenzbandes in den USA teilnehmen wird.
Google CEO Eric Schmidt meint dazu: "Die Verbraucher verdienen mehr Wettbewerb und Innovation als sie in der heutigen drahtlosen Welt haben. Es spielt keine Rolle, welcher Bieter den Zuschlag erhält, die wahren Gewinner dieser Auktion sind die amerikanischen Verbraucher, die wahrscheinlich mehr Auswahl als jemals zuvor erhalten werden, in der Art, wie sie auf das Internet zugreifen möchten."
Die Entscheidung zur Teilnahme an der Auktion erfolgt gleich im Anschluss zu der kürzlich bekanntgegebenen Entwicklung eines offenen Handy-Betriebssystems namens Android.
Weitere Details über die Motivation hinter dieser Entscheidung gibt Google nicht bekannt. Die Analysten und Experten sind bereits am orakeln:
-Über iPhone-ähnliche Telefone mit Bannerwerbung (Iain Gillott, IGR)
-2,3 Milliarden Dollar zusätzliche Einnahmen durch mobile Suchangebote (Citigroup)
-Gefahren für Google durch das Eindringen in unbekannte Märkte (Derek Brown, Cantor Fitzgerald)
Donnerstag, 22. November 2007
Sunrise lässt verlauten, dass sein E-Mail-Dienst ab erstem Quartal des kommenden Jahres neu in Zusammenarbeit mit Google betrieben werden wird. Sunrise bezeichnet dies als 'Meilenstein in der Neupositionierung'.
Bisherige Kundinnen und Kunden von Sunrise freesurf plus, Sunrise premiumsurf sowie mysunrise sowie alle Neukunden werden ab diesem Zeitpunkt von erhöhter Speicherkapazität für ihre E-Mails profitieren. Die neue Plattform soll auf Google Mail basieren. Die Details der Zusammenarbeit werden anlässlich der Lancierung bekannt gegeben.
Schön, dass die Datenkrake Google bald auch in den privaten Mailboxen von Herr und Frau Schweizer herumstöbern darf. Diese haben fleissig die Mailadressen auf ihre Visitenkarten gedruckt und werden diese nicht ändern. Ob sie wollen, dass ihre Mails neu von Google verwaltet werden, scheint niemanden zu interessieren.
Google Mail gibt es gratis. Die sunrise-Kunden müssten eigentlich bald eine Preissenkung kriegen.
Montag, 5. November 2007
Google hat sein Mobilfunkbündnis, die " Open Handset Alliance" angekündigt. In der Allianz vereint sind 33 Mobilfunkhersteller und Netzbetreiber aus aller Welt. Entwickelt wird ein offenes Betriebssystem für Handies namens Android. Spekulationen über ein von Google entwickeltes Mobiltelefon wurden nicht bestätigt.
Eine Entwicklungsumgebung für Android-Software kann ab dem 12. November heruntergeladen werden. Die ersten Telefone wurden für die zweite Jahreshälfte 2008 versprochen.
Dazu Google Chef Eric Schmidt: "Zu Android gehört ein sehr kräftiger Web-Browser, bei dem man keinen Unterschied mehr zwischen Web und Handy spürt. Alles, was auf einer Webseite läuft und gut aussieht, wird auch auf Android funktionieren."
Android soll ein offenes System werden: "Der Hauptunterschied zu anderen Handy-Betriebssystemen ist, dass sich jeder die Software nehmen und sie so verändern kann, wie er will."
Zur Allianz gehört ua. auch China-Mobile. Deren Vertreter Bill Wang liess gemäss Spiegel Online verlauten, dass ein offener Standard ganz im Sinne seiner Firma sei: "Wir glauben fest daran, dass eine offene Plattform die beste Möglichkeit bietet, unseren Kunden ein optimales Mobilfunkerlebnis zu bieten."
Zum Glück schliefen die Chinesen um diese Zeit bereits...
Freitag, 2. November 2007
OpenSocial ist eine Plattform, die eine standardisierte Entwicklung von Applikationen für soziale Netzwerke erlauben soll. So soll es damit möglich werden, Applikationen für alle Netzwerke zu schreiben, die Opensocial unterstützen. Bisher mussten diese für jedes Netzwerk angepasst werden.
As a developer, you'll soon be able to create social applications for the millions of global Orkut users. Orkut now supports OpenSocial, a common set of APIs, HTML, and JavaScript designed to let developers easily build social applications.
Google stellt sich dabei freundlicherweise als Entwickler dieser Standard-Plattform zur Verfügung. Der Launch des Service dürfte aber auch als Antwort auf die Unterstützung von Microsoft für das soziale Netzwerk Facebook verstanden werden.
Facebook/Microsoft (60 Millionen User) bekommt nun beim Buhlen um attraktive Anwendungen für seine Plattform Konkurrenz von allen OpenSocial-Partnern mit zusammen über 200 Millionen Usern. Zu dieser Allianz gehören ua. Myspace, Friendster, Hi5, Orkut, Paypal und Xing.
Mit OpenSocial hat Google nun seinen Fuss (oder seine Tentakel ?) in der Tür zu den wichtigsten sozialen Netzwerken und kann dadurch teils persönliche Daten über hunderte Millionen Benutzer und Besucher dieser Netzwerke sammeln.
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