
Schon im Jahr 2004, damals noch als Finanzminister, hatte Frankreichs Präsident
Nicolas Sarkozy eine Absichtserklärung zum Schutz der Urheberrechte von Musik unterzeichnet.
Nun werden Nägel mit Köpfen gemacht, wie
01net berichtet, denn Sarkozy möchte
"das Internet zivilisieren".
Gemäss den Plänen soll eine neue Behörde Internetbenutzer mit verdächtig hohem Traffic-Volumen beobachten, verwarnen und bestrafen.
Die Rechteinhaber applaudieren. Verbraucherschützer haben bereits Widerstand angekündigt. Es ist nicht klar, ob das Vorhaben verfassungskonform ist.
Folgendermassen soll die neue Behörde vorgehen:
-Bei illegalen Downloads soll der Benutzer durch seinen Internetanbieter verwarnt werden, falls eine Klage eines Rechteinhabers eingegangen ist.
-Sollte dies mehrmals vorkommen, kann sein Internetzugang ohne richterlichen Beschluss gesperrt werden. Der User wird dann in eine landesweite schwarze Liste aufgenommen.
-Internetanbieter, die die Kooperation verweigern, können bestraft werden.
-Die Internetanbieter werden ebenfalls angehalten, Filtertechniken anzuwenden.
-Die neue Behörde soll ebenfalls Inhaltsanbieter bei Copyright-Verstössen zur Entfernung der Inhalte auffordern.
-Tauschplattformen sollen Erkennungsmechanismen einführen, um geschützte Inhalte gar nicht erst online zu schalten.
-Digital Rights Management (
DRM) bleibt erlaubt, solange die Dateien auf allen Abspielgeräten funktionieren.
-Filme werden 6 Monate nach der Kinopremiere als Video on Demand (
VOD) erhältlich sein, genau wie DVDs. Dies war von den Internetanbietern gefordert worden.